
Was ist Chè
Das Wort Chè bezeichnet in Vietnam kein einzelnes konkretes Dessert, sondern eine ganze Kategorie von Süßspeisen.
Chè kann sein:
- flüssig, wie eine süße Suppe;
- dick, wie ein Pudding;
- mehrschichtig;
- heiß;
- abgekühlt;
- mit Eis;
- mit Kokosmilch;
- mit Früchten;
- mit Hülsenfrüchten und Getreide.
Im Norden Vietnams kann das Wort Chè auch Tee bedeuten, aber im Namen des Desserts ist der Kontext meist verständlich. Gewöhnlicher Tee wird meistens als trà bezeichnet, besonders im Süden des Landes.
Auf den Speisekarten von Dessertcafés wird nach dem Wort Chè in der Regel die Hauptzutat angegeben. Zum Beispiel ist Chè đậu đỏ ein Dessert mit roten Bohnen und Chè bưởi ein Dessert mit Pomelohaut.
Wie schmeckt Chè
Die meisten Chè-Arten haben einen milden, süßen Geschmack. Die Süße verbindet sich jedoch mit anderen Nuancen:
- der Sämigkeit von Kokosmilch;
- dem nussigen Geschmack von Bohnen;
- fruchtiger Säure;
- dem Aroma von Pandan;
- einer leicht salzigen Note der Kokosnusssauce;
- dem kräutrigen Geschmack von Gelee;
- der dichten Textur von Reis oder Taro.
Südliche Varianten sind in der Regel süßer und enthalten häufiger Kokosmilch und Eis. Nördliche Desserts können in der Süße zurückhaltender sein, während die zentralen besonders komplex in Zusammensetzung und Präsentation sind.
Woraus wird Chè zubereitet
Die Zutatenauswahl ist sehr breit. Am häufigsten sind:
- Mungobohnen đậu xanh;
- rote Bohnen đậu đỏ;
- schwarze Bohnen đậu đen;
- weiße Bohnen đậu trắng;
- Klebreis nếp;
- Taro khoai môn;
- Süßkartoffel khoai lang;
- Mais bắp oder ngô;
- Lotussamen hạt sen;
- Kokosmilch nước cốt dừa;
- Tapiokaperlen;
- Gelee;
- Früchte;
- Pandan lá dứa;
- Zuckersirup;
- Crushed Ice.
Einige Chè-Arten werden aus nur zwei oder drei Komponenten zubereitet, andere sind komplexe, mehrschichtige Mischungen.
Kokosmilch
Kokosmilch nước cốt dừa ist eine der Hauptzutaten der südlichen und zentralen Chè-Varianten.
Sie kann:
- mit der Basis gekocht;
- oben darubergegossen;
- mit Salz und Zucker vermischt;
- separat serviert;
- als dickflüssige Sauce verwendet werden.
Eine kleine Menge Salz in der Kokosmilch hilft dabei, die Süße des Desserts zu unterstreichen.
Es ist wichtig, Kokosmilch nicht mit Kokoswasser nước dừa zu verwechseln. Kokoswasser ist klar und leicht, während Kokosmilch dick und weiß ist.
Pandan
Pandanblätter werden lá dứa genannt.
Sie werden Sirup, Reis, Gelee und Kokosmilch hinzugefügt. Pandan verleiht ein süßes, kräutriges Aroma, das oft mit Vanille, frisch gemähtem Gras und Nüssen verglichen wird.
Die grüne Farbe mancher Chè-Arten kann ebenfalls von Pandan-Essenz stammen.
Tapioka und Gelee
In vielen kalten Desserts findet man Perlen und Streifen verschiedener Texturen.
Das können sein:
- Tapiokaperlen bột báng;
- transparente Stärkeperlen;
- Gelee thạch;
- Kräutergelee sương sáo;
- Agargelee;
- Kokosgelee;
- farbige Streifen aus Stärke.
Solche Zusätze erzeugen die charakteristische mehrschichtige Textur.
Wie Chè serviert wird
Heiße Varianten werden in kleinen Schalen serviert. Kalte in Gläsern oder hohen Dessertkelchen.
Zum gekühlten Dessert gibt man oft:
- Crushed Ice đá bào;
- Kokosmilch;
- Zuckersirup;
- geröstete Erdnüsse;
- Sesam;
- Kokosraspeln;
- Gelee;
- frische Früchte.
In einigen Lokalen sind die Zutaten bereits vermischt. In anderen werden sie in Schichten geschichtet, und das Dessert muss vor dem Essen gründlich umgerührt werden.
Chè-Variationen
Es gibt sehr viele Chè-Variationen. Unten sind die bekanntesten und in Vietnam am häufigsten anzutreffenden aufgeführt.
Chè ba màu
Chè ba màu ist das „dreifarbige Dessert“.
Der Name besteht aus den Wörtern:
- ba – drei;
- màu – Farbe.
Normalerweise befinden sich im Glas:
- eine grüne Masse aus Mungobohnen oder Pandan;
- rote Bohnen;
- weiße Bohnen oder eine Kokosnussschicht;
- Gelee;
- Kokosmilch;
- Crushed Ice.
Die genaue Zusammensetzung hängt vom Lokal ab. Dies ist eines der hellsten und beliebtesten kalten Desserts im Süden Vietnams.
Chè thập cẩm
Chè thập cẩm ist ein gemischtes Allerlei-Dessert.
Die Wörter thập cẩm bedeuten „Mischung“ oder „Sortiment“.
Eine Portion kann enthalten:
- mehrere Bohnenarten;
- Mais;
- Taro;
- Gelee;
- Tapioka;
- Früchte;
- Kokosmilch;
- Eis.
Es gibt kein einheitliches Rezept. Jedes Lokal stellt seine eigene Version zusammen.
Chè đậu xanh
Chè đậu xanh wird aus Mungobohnen zubereitet.
Das Wort đậu xanh bedeutet „grüne Bohnen“, obwohl geschälte Mungobohnen eine gelbe Farbe haben.
Das Dessert kann sein:
- dick;
- flüssig;
- heiß;
- kalt;
- mit Kokosmilch;
- mit Pandan;
- mit Tapioka.
Mungobohnen verleihen einen milden nussigen Geschmack und eine cremige Textur.
Chè đậu đỏ
Chè đậu đỏ ist ein Dessert mit roten Bohnen.
Die Bohnen werden lange mit Zucker gekocht, bis sie weich sind. Sie werden mit Sirup, Kokosmilch und manchmal Eis serviert.
Rote Bohnen behalten ihre Form und erzeugen eine dichtere Textur als Mungobohnen.
Chè đậu đen
Chè đậu đen wird aus schwarzen Bohnen zubereitet.
Die Bohnen werden mit Zucker weich gekocht, aber nicht püriert. Das Dessert wird heiß oder kalt serviert.
Im Sommer ist die Variante mit Eis und Kokosmilch besonders beliebt.
Chè đậu trắng
Chè đậu trắng ist ein Dessert aus weißen Bohnen.
Sie werden oft mit Klebreis und einer dicken Kokosnusssauce kombiniert.
Die Textur wird dicht und sättigend.
Chè nếp đậu trắng
Chè nếp đậu trắng wird aus Klebreis und weißen Bohnen zubereitet.
Das Wort nếp bedeutet Klebreis.
Das Dessert erinnert an einen süßen Reisbrei mit Bohnen. Oben wird es mit Kokosmilch übergossen.
Chè bưởi
Chè bưởi ist ein Dessert mit Pomelohaut.
Das Wort bưởi bedeutet „Pomelo“.
Für die Zubereitung wird nicht die grüne Außenhaut verwendet, sondern der weiße, schwammige Teil. Dieser wird sorgfältig bearbeitet, um die Bitterkeit zu entfernen, in Würfel geschnitten und mit Stärke überzogen.
Die fertigen Stücke werden transparent, elastisch und leicht knusprig. Sie werden mit Mungobohnen, Sirup und Kokosmilch kombiniert.
Trotz des Namens ist der Geschmack von frischem Pomelofruchtfleisch im Dessert kaum zu spüren.
Chè khúc bạch
Chè khúc bạch ist ein gekühltes Dessert mit weichen Milch- oder Sahnewürfeln.
Die Würfel erinnern an zartes Gelee oder Panna Cotta. Sie werden in leichtem süßes Sirup serviert mit:
- Litschis;
- Longan;
- Mandeln;
- Früchten;
- Chiasamen;
- Gelee.
Diese Variante ist weniger traditionell als Bohnendesserts, aber in modernen Stadtcafés sehr beliebt.
Chè Thái
Chè Thái ist ein Fruchtdessert nach thailändischer Art.
Die Zusammensetzung kann umfassen:
- Jackfrucht;
- Litschis;
- Longan;
- Kokosnuss;
- Gelee;
- Wasserkastanien;
- Durian;
- süße Milch;
- Eis.
Die Zusammensetzung variiert stark. Der Geschmack ist normalerweise fruchtig, milchig und sehr süß.
Chè Thái sầu riêng
Chè Thái sầu riêng ist eine Chè-Thái-Version mit Durian.
Sầu riêng bedeutet „Durian“.
Durian wird als Fruchtfleisch, Creme oder Sauce hinzugefügt. Das Dessert wird dickflüssig und hat ein starkes, charakteristisches Aroma.
Chè sầu riêng
Chè sầu riêng ist der Sammelbegriff für Desserts mit Durian.
Die Zusammensetzung kann Kokosmilch, Gelee, Früchte, Avocado und Tapioka umfassen.
Dies ist eine der reichhaltigsten und aromatischsten Varianten.
Chè mãng cầu
Chè mãng cầu wird mit dem Fruchtfleisch von Stachelannonen (Soursop) zubereitet.
In verschiedenen Regionen können unter dem Namen mãng cầu verschiedene ähnliche Früchte verstanden werden.
Das Dessert wird normalerweise kalt mit Eis, Milch oder Kokosnusssauce serviert.
Chè dưỡng nhan hạt sen
Chè dưỡng nhan hạt sen ist ein süßer Dessertaufguss mit Lotussamen.
Er kann enthalten:
- Lotussamen;
- getrockneten Longan;
- rote Datteln;
- Schneepilz;
- Gojibeeren;
- Chiasamen;
- pflanzliche Harze.
Der Name wird oft mit „Schönheitsernährung“ und einem leichten Wellness-Dessert in Verbindung gebracht.
Chè hạt sen
Chè hạt sen wird aus Lotussamen zubereitet.
Das Wort hạt sen bedeutet „Lotussamen“.
Die Samen werden in einem leichten Zuckersirup gekocht. Manchmal werden Longan, Aloe Vera oder Kokosmilch hinzugefügt.
Das Dessert hat einen milden nussigen Geschmack und kann heiß oder kalt serviert werden.
Chè sen long nhãn
Chè sen long nhãn sind Lotussamen im Inneren von Longanfrüchten.
Das Wort long nhãn bedeutet „Longan“.
Aus der Frucht wird der Kern entfernt und ein gekochter Lotussamen hineingegeben. Alles wird in kühlem, süßem Sirup serviert.
Dies ist ein leichtes und elegantes Dessert, das besonders mit der Küche von Huế verbunden ist.
Chè bắp
Chè bắp ist ein süßes Maisdessert.
Im Norden wird Mais ngô genannt, weshalb man auch den Namen Chè ngô antreffen kann.
Maiskörner werden mit Zucker und Stärke gekocht. Oben wird Kokosmilch hinzugefügt.
Das Dessert wird süß, aromatisch und leicht knusprig.
Chè khoai môn
Chè khoai môn wird mit Taro zubereitet.
Taro hat eine weiche, stärkehaltige Textur und einen leicht nussigen Geschmack.
Es wird oft mit Klebreis, Kokosmilch und Pandan kombiniert.
Chè khoai dẻo
Chè khoai dẻo ist ein Dessert mit elastischen Bällchen oder Würfeln aus Süßkartoffel und Taro.
Das Wort dẻo bedeutet „elastisch“, „weich-kaufähig“.
Die bunten Stücke werden aus violetter Süßkartoffel, gelber Süßkartoffel, Taro und Stärke hergestellt. Sie werden mit Gelee, Kokosmilch und Sirup serviert.
Chè trôi nước
Chè trôi nước sind süße Bällchen aus Klebreisteig mit Füllung.
Der Name bezieht sich buchstäblich auf in Wasser „schwimmende“ Bällchen.
Im Inneren befindet sich normalerweise eine süße Mungobohnenpaste. Die Bällchen werden in heißem Ingwersirup mit Kokosmilch und Sesam serviert.
Von der Textur her erinnern sie an weiche Klebreisklößchen.
Chè trôi nước nhân đậu xanh
Chè trôi nước nhân đậu xanh ist der vollständige Name der Version mit Mungobohnenfüllung.
Das Wort nhân bedeutet „Füllung“.
Chè bánh lọt
Chè bánh lọt ist ein kaltes Dessert mit grünen Stärkestreifen.
Die Streifen bánh lọt sind oft mit Pandan aromatisiert. Sie werden mit Kokosmilch, Zuckersirup und Eis serviert.
In einigen Versionen werden Bohnen und Gelee hinzugefügt.
Chè sương sa hạt lựu
Chè sương sa hạt lựu ist ein Dessert mit Gelee und bunten Stärkewürfeln.
Sương sa ist eine Geleeart, und hạt lựu bedeutet buchstäblich „Granatapfelkerne“.
Tatsächlich werden die bunten Würfel meist aus Wasserkastanie oder einem anderen knusprigen Produkt hergestellt, das mit gefärbter Stärke überzogen ist.
Das Dessert wird mit Kokosmilch und Eis serviert.
Chè sương sáo
Chè sương sáo ist ein Dessert mit schwarzem Kräutergelee.
Das Gelee hat eine leichte Bitterkeit und einen kräutrigen Geschmack. Es wird mit Zuckersirup, Kokosmilch, Tapioka und Eis kombiniert.
Diese Variante erfrischt besonders bei heißem Wetter.
Chè nha đam
Chè nha đam ist ein Dessert mit Aloe Vera.
Das Fruchtfleisch der Aloe Vera wird von Bitterkeit befreit und in transparente Würfel geschnitten. Es kann mit Mungobohnen, Lotussamen und Zuckersirup kombiniert werden.
Das Dessert hat eine frische und leicht knusprige Textur.
Chè mè đen
Chè mè đen ist ein dickes Dessert aus schwarzem Sesam.
Das Wort mè đen bedeutet „schwarzer Sesam“.
Die Samen werden zerkleinert und mit Zucker und Stärke gekocht. Es entsteht eine dicke, dunkle Masse mit intensivem nussigen Geschmack.
Im Norden kann man den Namen Chè vừng đen antreffen.
Chè kho
Chè kho ist ein sehr dicks Dessert aus Mungobohnen.
Das Wort kho bedeutet hier eine feste, fast trockene Konsistenz.
Mungobohnen werden mit Zucker zu einer homogenen Masse zerrieben, zu einer Platte oder Portionsstücken geformt und mit Sesam bestreut.
Dies ist kein flüssiges Dessert, sondern eine feste Süßigkeit, die oft zu Feiertagen zubereitet wird.
Chè lam
Chè lam ist trotz des Namens keine süße Suppe.
Es ist eine feste Süßigkeit aus Klebreismehl, Melasse oder Zucker, Ingwer und Erdnüssen.
Die Masse wird in kleine Riegel geschnitten und zum Tee serviert. Chè lam ist besonders im Norden Vietnams verbreitet.
Chè chay
Chè chay ist die allgemeine Bezeichnung für ein vegetarisches oder Fastendessert, obwohl die meisten Chè-Arten ohnehin kein Fleisch enthalten.
In den Desserts können jedoch enthalten sein:
- Milch;
- Sahne;
- Gelatine;
- Eier;
- tierische Farbstoffe oder Aromen.
Strenge Veganer sollten die Zusammensetzung moderner cremiger und Gelee-Varianten besser erfragen.
Heiße und kalte Chè-Arten
Chè nóng
Chè nóng ist ein heißes Dessert.
Das Wort nóng bedeutet „heiß“.
Heiß serviert werden oft:
- Chè trôi nước;
- Chè đậu xanh;
- Chè đậu đen;
- Chè mè đen;
- Chè khoai môn;
- süße Reissuppen bzw. -breie.
Solche Desserts sind besonders abends und bei kühlem Wetter beliebt.
Chè lạnh
Chè lạnh ist ein kaltes Dessert.
Das Wort lạnh bedeutet „kalt“.
Es wird im Kühlschrank vorgekühlt oder mit Eissirup serviert.
Chè đá
Chè đá ist Chè mit Eis.
Das Wort đá bedeutet „Eis“.
Crushed Ice wird direkt in das Glas gegeben. Vor dem Essen muss das Dessert umgerührt werden, damit sich Sirup und Kokosmilch gleichmäßig verteilen.
Wie man Chè richtig isst
Die meisten Sorten werden mit einem Löffel gegessen.
Wenn das Dessert in Schichten serviert wird, sollte man zuerst die einzelnen Komponenten probieren und sie dann vermischen.
Für kaltes Chè kann die Reihenfolge wie folgt sein:
- Kokosmilch hinzufügen, falls sie separat gebracht wurde;
- die oberen Schichten leicht umrühren;
- das Crushed Ice verteilen;
- Bohnen, Gelee und Sirup vom Boden nach oben holen;
- in kleinen Löffeln essen und verschiedene Komponenten kombinieren.
Man sollte nach der Zugabe von Eis nicht zu lange warten. Es schmilzt schnell und verwässert den Geschmack.
Heiße Varianten lässt man am besten zuerst etwas abkühlen. Die dicke Masse kann ihre hohe Temperatur länger halten, als es scheint.
Soll man Chè umrühren
Das hängt von der Sorte ab.
Homogene Desserts aus Bohnen oder Sesam müssen nicht unbedingt umgerührt werden.
Mehrschichtige Varianten wie Chè ba màu oder Chè thập cẩm mischt man besser durch. Andernfalls schmeckt man zuerst nur Kokosmilch und Eis, während die süßesten Komponenten am Boden bleiben.
Ist Chè ein Getränk oder ein Dessert
Einige kalte Sorten sind ziemlich flüssig und werden in Gläsern serviert, weshalb sie an ein Getränk erinnern. Sie werden jedoch normalerweise mit einem Löffel gegessen.
Es ist richtiger, Chè als Dessert zu betrachten, auch wenn ein Teil des Sirups durch einen Strohhalm getrunken werden kann.
Wie man Chè bestellt
Auf der Speisekarte können folgende Namen vorkommen:
- chè – Chè;
- chè ba màu – dreifarbiges Dessert;
- chè thập cẩm – Allerlei;
- chè đậu xanh – mit Mungobohnen;
- chè đậu đỏ – mit roten Bohnen;
- chè đậu đen – mit schwarzen Bohnen;
- chè bưởi – mit Pomelohaut;
- chè khúc bạch – mit Sahnegelee;
- chè Thái – Fruchtdessert nach thailändischer Art;
- chè sầu riêng – mit Durian;
- chè hạt sen – mit Lotussamen;
- chè bắp – mit Mais;
- chè khoai môn – mit Taro;
- chè trôi nước – Reisbällchen in Ingwersirup;
- chè mè đen – mit schwarzem Sesam;
- chè nóng – heißes Chè;
- chè đá – Chè mit Eis;
- ít ngọt – weniger süß;
- không đá – ohne Eis;
- ít đá – weniger Eis;
- thêm nước cốt dừa – Kokosmilch hinzufügen;
- không nước cốt dừa – ohne Kokosmilch;
- không đậu phộng – ohne Erdnüsse.
Der Satz một ly chè bedeutet „ein Glas Chè“.
Für ein Dessert in einer Schale kann man một chén chè oder một bát chè sagen – eine Schale Chè.
Wann isst man Chè am besten
Chè wird den ganzen Tag über gegessen.
Kalte Varianten sind besonders am Nachmittag und Abend beliebt, wenn die Hitze nachlässt. Sie werden oft als leichter Nachtisch oder süßer Snack gekauft.
Heiße Sorten werden eher abends, bei regnerischem Wetter oder in der kühlen Jahreszeit gegessen.
Spezialisierte Chè-Läden können bis spät in die Nacht geöffnet sein. An solchen Orten ist es praktisch, mehrere kleine Portionen zu bestellen und verschiedene Geschmacksrichtungen zu probieren.
Wo probiert man Chè am besten
Chè ist in ganz Vietnam verbreitet, aber die regionalen Besonderheiten unterscheiden sich merklich.
In Hanoi sollte man suchen nach:
- Chè kho;
- Chè lam;
- Chè đậu đen;
- Chè trôi nước;
- Desserts mit Lotussamen.
In Huế besonders interessant sind:
- Chè sen long nhãn;
- Chè bắp;
- Chè đậu ván;
- komplexe Mehrkomponenten-Desserts;
- kleine Portionen verschiedener Arten.
In Ho-Chi-Minh-Stadt und im Süden sind beliebt:
- Chè ba màu;
- Chè thập cẩm;
- Chè bưởi;
- Chè Thái;
- Chè sầu riêng;
- kalte Desserts mit Kokosmilch.
Ein gutes Lokal erkennt man an mehreren Merkmalen:
- Zutaten werden geschlossen aufbewahrt;
- Kokosmilch sieht frisch aus;
- Früchte haben keine dunklen Ränder;
- Eis wird erst vor dem Servieren hinzugefügt;
- Bohnen behalten ihre Form;
- Gelee ist nicht angetrocknet;
- das Dessert wird von Einheimischen aktiv bestellt.
Was Touristen beachten sollten
Chè kann enthalten:
- Kokosmilch;
- normale Milch;
- Sahne;
- Kondensmilch;
- Erdnüsse;
- Sesam;
- Bohnen;
- Gelatine;
- Eier;
- Durian;
- Lebensmittelfarben;
- viel Zucker.
Bei Nussallergie sollte man separat nach dem Vorhandensein von Erdnüssen und Sesam fragen. Sie können nicht nur oben drauf, sondern auch im Inneren des Desserts verwendet werden.
Nicht alle Chè-Sorten sind vegan. Moderne Varianten mit Sahnegelee können Milchprodukte und Gelatine enthalten.
Das kalte Dessert kann sehr süß sein. Für eine weniger süße Version ist der Satz ít ngọt nützlich.
Menschen, die empfindlich auf Hülsenfrüchte reagieren, fangen am besten mit Frucht- oder Geleevarianten an.
Warum man Chè probieren sollte
Chè zeigt, wie abwechslungsreich die Dessertkultur Vietnams sein kann.
Unter einem Namen sind Dutzende von Gerichten vereint: von heißen Reisbällchen in Ingwersirup bis zu kalten Gläsern mit Bohnen, Früchten, Gelee und Kokosmilch.
Das Hauptvergnügen liegt in der Kombination von Texturen. In einer Portion können sich gleichzeitig weiche Bohnen, elastische Tapioka, knusprige Wasserkastanien, zartes Gelee und eine dicke Kokosnusssauce befinden.
Für das erste Kennenlernen wählt man am besten chè ba màu oder chè thập cẩm. Sie ermöglichen es, gleich mehrere charakteristische Komponenten zu probieren. Danach lohnt sich der Wechsel zu eigenständigeren Desserts: chè bưởi, chè trôi nước oder chè hạt sen.