
Künstler aus verschiedenen Ländern verwandeln die berühmten Sanddünen von Mũi Né kreativ in Skulpturen von erstaunlichen Formen und Gestalten, die Helden beliebter vietnamesischer Märchen sowie anderer Kulturen widerspiegeln. Das Projekt wurde auf dem Gelände eines spezialisierten Parks organisiert, der speziell für Ausstellungen dieser Art errichtet wurde.
Der Ort heißt „Vergessene Erde“. Einige Objekte erzählen traditionelle Geschichten der vietnamesischen Folklore, die bereits seit vielen Generationen an die Nachkommen weitergegeben werden. Auf dem Gelände des Parks findet man auch vertrautere Darstellungen. So hat beispielsweise der kanadische Künstler David Jean Ducharme eine Sandillustration des „Gestiefelten Katers“ geschaffen.

Neben dem Eingangstor des Parks werden die Gäste von der Statue der Hauptmärchenfigur aus dem populären Film „King Kong“ begrüßt. Interessanterweise gibt es gerade im Süden Vietnams, in der Provinz Bình Thuận, in der Nähe des Fischerdorfes Mũi Né, Sand mit der am besten geeigneten Struktur für die künstlerische Bearbeitung. Seltsamerweise wurde dies von Forscher-Spezialisten bestätigt.

Auf dem Foto sieht man Mariëlle Hessels bei der Arbeit, die direkt aus den Niederlanden angereist ist. Ihr Werk heißt „Persephone“. Mariëlle ist professionelle Sandbildhauerin. In diesen wunderbaren Park wurden Künstler aus 15 Ländern eingeladen, darunter Italien, Brasilien, die USA und Japan.

Ein Teil der Werke stammt aus traditionellen vietnamesischen Legenden. Die bekannteste Legende des Landes handelt von der Liebe des Drachen Königs und der Märchenfee sowie dem Mythos vom Bergkönig und dem Ozeanbeherrscher. Von den ausländischen Märchen, die den internationalen Besuchern vertrauter sind, gibt es Illustrationen wie „Der Fuchs und der Rabe“ sowie „Die Schöne und das Biest“.

Diese Ausstellung illustriert eine Szene aus dem vietnamesischen Märchen über die Kröte, die während einer anhaltenden Dürre zum Jadeskönig ging.
Das Material, aus dem die Reliefs geschnitzt werden, besteht aus nur zwei Komponenten: Sand und Wasser.
Der Park ist sehr leicht zu finden; er liegt an der Hauptstraße, fast in der Mitte zwischen dem Dorf Mũi Né und der Stadt Phan Thiết. Die Straße heißt Nguyen Thong, auf der regelmäßig öffentliche Verkehrsmittel verkehren.
Unten ist das Foto einer älteren Frau zu sehen, die sich auf den Weg zur buddhistischen Pagode Thien Mu macht. Diese Skulptur ist eine Nachbildung des berühmten architektonischen Tempels in der historischen Stadt Huế.

Eine der ersten Besucherinnen des Parks, ein Gast aus Ho-Chi-Minh-Stadt namens Thanh Thu, äußerte sich über diesen Ort wie folgt:
„Ich habe das Gefühl, durch völlig verschiedene Orte zu reisen und dabei eigenständige Kulturen zu erkunden.“

Jeder kann sich im Erstellen von Sandskulpturen versuchen. Dafür ist im Park ein spezieller Bereich vorgesehen. Die Haupt-Anfängerkünstler im Sandbereich sind in der Regel Kinder.